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Schulprogramm

  1. Die GGS Biesfeld
    1.1 Leitziele
    1.2 Historie
    1.3 Schulgebäude und Gelände
  2. Unsere Schulkultur
    2.1 Lebensraum Schule
    2.2 Besondere Veranstaltungen
    2.3 Gemeinsamer Alltag
    2.4 Mitwirkung
    2.5 Außerschulische Kooperation
  3. Lehren und Lernen
    3.1 Schuleigener Lehrplan
    3.2 Leistungskonzept, Leistungsanforderungen und Leistungsbewertung
    3.3 Unterricht – Fachliche und didaktische Gestaltung
    3.4 Unterricht – Unterstützung eines aktiven Lernprozesses
    3.5 Unterricht – Lernumgebung und Lernatmosphäre
    3.6 Individuelle Förderung und Unterstützung
    3.7 Offener Ganztag
    3.8 Beratung an der Schule
    3.9 Religiöse Elemente des Schullebens
  4. Führung und Schulmanagement
    4.1 Unterrichtsorganisation
    4.2 Schulleitung
  5. Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung
  6. Anhang

 

1.   Die GGS Biesfeld
1.1.      Leitziele:

Gemeinsam leben und lernen

An unserer Schule setzen wir uns für eine Atmosphäre ein, die die Kinder in ihrer Lernfreude und Neugierde bestärkt.

Wir berücksichtigen die individuellen Lernvoraussetzungen der Kinder, benennen ihre Stärken und nehmen die Schwächen als Chance zur Verbesserung wahr.

Unser Ziel ist es, die Kinder in ihrer Entwicklung zu mitfühlenden und mitdenkenden Persönlichkeiten zu unterstützen.

1.2.      Historie

Die Gemeinschaftsgrundschule Biesfeld liegt im Rheinisch Bergischen Kreis.

Das Schuleinzugsgebiet umfasst die Gemeindeteile Biesfeld, Oberkollenbach, Eichhof, Sülze, Engeldorf, Offermannsheide, Ahlendung, Miebach, Hufe und weitere kleine Weiler.

Die Kinder kommen größtenteils mit Schulbussen.

Der Name kommt von Beestfeild = Beissfeld = Biesfeld; es bezeichnet ein Feld von geringem Ertrag.

1867 wurde der Bau der Schule in Biesfeld durchgeführt, 1882 erfolgte die Errichtung eines Anbaus. 1963 wurde ein neues Schulgebäude konzipiert, 1980 wurde die Turnhalle eingeweiht und 2005 ein Anbau für die Offene Ganztagsschule errichtet.

Die Schule wird im Schuljahr 2012/13 zweizügig geführt und hat ca.170 Schülerinnen und Schüler in acht jahrgangsbezogenen Klassen. Der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund liegt bei etwa 5 %.

Die durchschnittliche Klassenstärke beträgt 22 Schülerinnen und Schüler.

Unsere Schule bietet seit dem Schuljahr 2005/06 eine ganztägige Betreuung im Rahmen der Offenen Ganztagsschule an. (vgl. Kapitel Offener Ganztag).

Kinder mit diagnostiziertem sonderpädagogischen Förderbedarf werden in der Regel nicht in unserer Schule unterrichtet, da wir keine integrative Grundschule sind. Kinder mit erhöhtem Förderbedarf werden im Rahmen der Inklusion bei uns unterrichtet und besonders gefördert. Dafür kooperieren wir mit dem Kompetenzzentrum der „Wilhelm-Wagner-Schule“ in Refrath und der Schule für emotionale und soziale Entwicklung „Gute Hand“. Eine Lehrkraft der Schule „Gute Hand“ berät uns einmal wöchentlich (zwei Stunden).

1.3.      Schulgebäude und Gelände

Neben den acht Klassenräumen bietet das Schulgebäude folgende Arbeitsmöglichkeiten:

  • auf den Fluren
  • in der Aula als Musikraum, Raum für die Arbeit mit visuellen Medien, Raum für Projekte und Feste
  • in der Bücherei
  • in der Küche
  • im Kunstraum
  • im Gruppenraum mit Tobeecke

Jeder Klassenraum verfügt über zwei bis vier PC-Arbeitsplätze, die an ein schulinternes Netzwerk angeschlossen sind.

In jedem Raum finden die Kinder umfangreiches Material für die Freie Arbeit.

Die weitere Gestaltung der Klassenräume und der Flure geschieht durch die Kinder unter Mitarbeit der Lehrerinnen. Für die Ordnung in den Klassenräumen sind Kinder wie Fachlehrerinnen verantwortlich.

Das Schulgebäude ist ab 7.30 Uhr für alle geöffnet. Von 8.00 Uhr bis 8.15 Uhr gehen die Schülerinnen und Schüler in die Klassenräume und beschäftigen sich dort bis zum Unterrichtsbeginn um 8.15 Uhr ruhig und selbstständig.

Unser Schulhof wird fortlaufend gestaltet, um den Kindern in der Pause vielfältige Bewegungs- und auch Rückzugsmöglichkeiten zu geben. Er verfügt über Freiplätze, Klettergeräte, Seilparcours, Tischtennisplatte, Basketballkorb, schattige und sonnige Sitzplätze.

2.   Unsere Schulkultur

2.1.      Lebensraum Schule

Unsere Schule ist eine Gemeinschaft

…, in der Kinder, Lehrer, Eltern und Mitarbeiter miteinander leben und arbeiten. Jeder ist gleichgewichtig.
…, in der wir uns mit unseren unterschiedlichen Meinungen, Stärken und Schwächen einbringen, gegenseitig annehmen und aufeinander Rücksicht nehmen.
…, in der Kinder lernen, mit Freude eigenverantwortlich und selbständig zu arbeiten und zu handeln.
…, in der Kinder wachsen und sich entfalten können, indem sie mit „Kopf, Herz und Hand“ lernen.
…, in der wir mit der Schule und ihrer Einrichtung, mit eigenem und fremdem Eigentum sorgfältig und achtsam umgehen, damit wir uns alle wohl fühlen.
…, in der Lehrerinnen und Lehrer vertrauensvoll miteinander umgehen und gleiches Vertrauen in die Kinder legen, sie eigene Wege gehen lassen, aber auch notwendige Grenzen aufzeigen.

Die Grundschule Biesfeld ist eine zweizügige Grundschule, in der jahrgangsbezogen gelernt wird. Wir unterrichten nicht im 45-Minuten-Takt sondern rhythmisieren den Unterricht nach den Bedürfnissen der Lerngruppe.

Der Tagesablauf wird durch die erste Spiel- und die sich anschließende Frühstückspause nach zwei Stunden und durch die zweite Spielpause nach vier Stunden bestimmt.

Da die Schulbusse in der Regel nur nach der vierten bzw. nach der sechsten Schulstunde fahren, schließt der Unterricht jeweils um 11:45 Uhr bzw. um 13:30 Uhr.

2.2.      Besondere Veranstaltungen

Unsere Schule ist eine Gemeinschaft. Diese Gemeinschaft wird nicht nur durch gemeinsames Lernen, sondern auch durch gemeinsames Feiern gestärkt. Deswegen feiern wir viele Feste im Verlauf des Schuljahres:

  • Einschulungsfeier
    Der Einschulungstag beginnt für unsere neuen Erstklässler und deren Familien mit einem ökumenischen Einschulungsgottesdienst. Die Teilnahme ist selbstverständlich freiwillig. Danach erleben die Kinder ihre erste offizielle Schulstunde. Anschließend werden sie von der gesamten Schule in der Turnhalle feierlich begrüßt (bei schönem Wetter feiern wir auf dem Schulhof).
  • Spiel- und Sportfest
    Am Spiel- und Sportfest nehmen die Klassen 1-4 teil. Die Kinder werden spielerisch durch altersgemäße und abwechslungsreiche Übungen zu sportlicher Leistung motiviert. Im Vordergrund steht die Freude an Bewegung.
  • St. Martin
    Dieses Fest wird organisiert vom Förderverein.
    Alle Klassen beteiligen sich mit ihren Lehrern am Zug.
    Auf dem Schützenplatz brennt das Martinsfeuer und Eltern, Lehrer und Kinder stärken sich mit Glühwein, Kakao und Weckmännern, die der Förderverein spendiert.
  • Feierlichkeiten im Advent
    Jeden Freitag vor dem 1.Advent veranstalten wir einen gemütlichen Adventskaffee am Nachmittag. In diesem Rahmen gestalten die einzelnen Klassen eine weihnachtliche Vorführung in der Turnhalle. Hier wird getanzt, gesungen, Theater gespielt und es werden Gedichte vorgetragen. Der Förderverein organisiert eine Cafeteria. Alle zwei Jahre basteln und werken die Kinder (und Eltern), um mit einem Adventsbasar die Klassenkasse aufzustocken.
    Nach jedem Adventssonntag gestalten die einzelnen Jahrgänge jeweils eine kleine Adventsfeier mit Vorträgen und gemeinsamem Singen. Dazu treffen sich alle im Eingangsbereich der Schule.
  • Karneval
    An Weiberfastnacht veranstalten wir eine kleine Karnevalssitzung in der Turnhalle, zu der jede Klasse und das Kollegium einen karnevalistischen Beitrag leistet. Anschließend tanzen und feiern wir und stärken uns am mitgebrachten Fingerfood-Buffet.
  • Schulfest
    Unsere Schulfeste finden in der Regel alle zwei Jahre statt. Sie werden von Förderverein, Eltern, Lehrern und Kindern geplant und gestaltet und unterliegen einem gemeinsamen Motto.
  • Klassenfeste
    Jede Klasse entwickelt ihre eigene Feierkultur. Es wird z.B. gemeinsam gekocht, gebacken, gegrillt, gespielt und gegessen.
  • Verabschiedung der 4.Klassen
    Am letzten Schultag vor den Sommerferien verabschieden wir mit einem kleinen Fest unsere Viertklässler. Wir verabschieden sie mit Gesang und kleinen Beiträgen der verschiedenen Klassen. Anschließend machen wir ein großes Fingerfood-Buffet auf dem Schulhof.
  • Klassenfahrten und Ausflüge
    Klassenfahrten und gemeinsame Ausflüge fördern die Gemeinschaft im besonderen Maße. Mehrtägige Klassenfahrten finden während der Grundschulzeit mindestens einmal statt. Gemeinsame Ausflüge unternehmen die Schüler/innen mit ihren Lehrerinnen (und Eltern) im Laufe jedes Schuljahres. Wir gehen in den Zoo, besuchen Kinderoper oder Theater, besichtigen den Altenberger Dom und vieles mehr (siehe „Außerschulische Lernorte“).

2.3.      Gemeinsamer Alltag

Die allgemeinen Umgangsformen, die ein friedliches Miteinander und die Sicherheit aller gewährleisten, sind in Form eindeutiger Regeln in der Schulordnung festgelegt.

Zum Schulalltag gehören jedoch auch Konflikte. Wir finden es wichtig, dass die Kinder ab der ersten Klasse bereits lernen, mit diesen Konflikten gewaltfrei umzugehen. Sie sollen ihre Gefühle kindgemäß ausdrücken dürfen. Dadurch werden sie darauf vorbereitet, Konflikte gewaltfrei miteinander und auch mit den Lehrern austragen zu dürfen.

Das Streitschlichtungsmodell will die Streitenden zu einem Gespräch zusammenführen, in dem sie selbst entwickelte Lösungen finden können.

Alle Schüler der Jahrgangsstufe 3 werden im zweiten Schulhalbjahr durch die Lehrpersonen auf ihre Aufgabe als Streitschlichter vorbereitet.

Im 4. Schuljahr übernehmen die Kinder dann weitgehend selbstständig die Streitschlichtung an unserer Schule. Ein Beratungslehrer unterstützt sie dabei in ihrer Arbeit. Möglichst jeder Schüler der Jahrgangsstufe 4 sollte im Laufe des Schuljahres als Streitschlichter eingesetzt werden.

Ziele:

  • Abbau von Gewalt zwischen Kindern
  • Zuhören lernen und in eigenen Worten wiedergeben, was der andere gesagt hat (aktives Zuhören)
  • Konfliktsituationen erkennen und Lösungsmöglichkeiten nennen
  • Den Schlichtungsverlauf beherrschen und mit einem Partner sowie einem Protokollführer neutral im Schlichtungsgespräch zusammenarbeiten.

Inhalte:

  • Umgang mit Konflikten
  • Umgang mit dem anderen Geschlecht
  • Umgang mit fremdem Eigentum
  • Umgang mit Andersartigkeit
  • Konkurrenzverhalten

Lösungsmöglichkeiten:

  • Bedauern ausdrücken
  • Einsicht zeigen
  • sich entschuldigen
  • einen Brief schreiben oder ein Bild malen
  • Schaden wieder gut machen (z.B. reparieren)

Arbeitsformen/Trainingsprogramm:

  • Vorstellung der Wolfs- und Giraffensprache
  • Spiele zum Einüben genauen und aktiven Zuhörens
  • Übungen zur Partner- und Teamarbeit
  • Rollenspiele
  • Klassenrat

Präsentation in der Schule:

  • Gestaltung des Schwarzen Bretts der Streitschlichter
  • Erkennungsmerkmale der Schlichter (Kleidung)
  • Vorstellung des Schlichterprogramms in allen Klassen

Erfolgs- und Bewertungskriterien:

  • Konflikte werden reduziert
  • weniger Störungen von Spielaktionen
  • gewaltfreiere Konfliktbewältigung
  • Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit
  • verstärkte Rücksichtnahme
  • Sicherheit in der Schlichtungsdurchführung

2.4.      Mitwirkung

Alle Mitglieder der Schulgemeinschaft haben die Möglichkeit zur Mitarbeit und Mitbestimmung. Die Schule bezieht die Eltern in den Schulentwicklungsprozess ein. Erziehungsberechtigte beteiligen sich in den Mitbestimmungsgremien intensiv an diesem Prozess. Über den aktuellen Stand des Entwicklungsprozesses werden alle Erziehungsberechtigten regelmäßig auf geeigneten Wegen informiert.

Zuständigkeiten und Aufgaben der Lehrkräfte werden in Lehrerkonferenzen vereinbart und schriftlich festgehalten. Protokolle von Konferenzen erhält jedes Mitglied, das in der jeweiligen Konferenz vertreten ist. Informationen und Beschlüsse, die auch Nicht-Konferenzmitglieder betreffen, werden diesen in der Regel schriftlich oder in den Sitzungen der Klassenpflegschaften mitgeteilt. 

An unserer Schule findet Zusammenarbeit mit Eltern in folgenden Angeboten und Arbeitsgruppen statt:

  • Elternabende in den Mitwirkungsgremien Klassen-, Schulpflegschaft und Schulkonferenz:
    Es findet pro Schulhalbjahr wenigstens ein Elternabend in jedem Gremium statt. Vor allem die Klassenpflegschaften befassen sich u.a. auch mit den für sie aktuellen pädagogischen Themen.
  • Elternabende zur Einschulung vor Beginn des neuen Schuljahres (s. Baustein „Beratung“)
  • Elternabende zum Übergang nach Klasse 4 (s. Baustein „Beratung“)
  • Elterngespräche:

In der Regel finden zwei Elternsprechtage in einem Schuljahr statt. Hierzu ergeht spätestens eine Woche vorher eine schriftliche Einladung.

Es werden Sprechzeiten vergeben. Um zu einer guten Zusammenarbeit miteinander zu kommen, sind die Lehrerinnen und Lehrer zu weiteren Gesprächen bereit, die in den Sprechstunden stattfinden (ein Zeitplan hängt im Sekretariat aus.).

Zu diesen Sprechstunden müssen sich die Eltern vorher anmelden und einen Termin vereinbaren.

  • Unterrichtsbesuche
    Eltern können sich zur Hospitation im Unterricht bei ihren Klassen- oder Fachlehrerinnen anmelden und einen geeigneten Termin rechtzeitig absprechen. Die Eltern werden auf ihre Schweigepflicht hingewiesen.
  • Mithilfe im Unterricht und außerhalb des Unterrichts
    – bei Unterrichtsgängen und Ausflügen
    – beim Lese- und Förderunterricht
    – beim Schwimmunterricht
    – beim Radfahrtraining
    – bei der Planung und Begleitung von Schulausflügen und Klassenfahrten
    – bei Projektwochen, -tagen und Einzelprojekten (z. B. Basteltagen)
    – als Begleitung in die Schulgottesdienste
    – beim Sport- und Spielefest
    – beim Umgang mit dem Computer
  • Arbeitskreise / Planungs- und Arbeitsgruppen
    – Renovierung und Ausgestaltung der Klassenräume nach Bedarf
    – Planung und Durchführung von Festen und Feiern – wie Schul- und Klassenfeste, Martinszug, Bewirtung der Eltern bei der Einschulung durch Eltern der Klasse 2 u.v.m.
    – Arbeitskreis Schülerbücherei – Eltern verwalten die Schülerbücherei, die zweimal in der Woche (montags und mittwochs) für die Schüler geöffnet ist.
  • Förderverein
    An den Sitzungen des Fördervereins nehmen die Schulleitung und eine Lehrerin teil. Die Zusammenarbeit macht eine finanziell unabhängigere Planung von Anschaffungen für die Schulentwicklung im Sinne der Lernentwicklung der Kinder möglich.

Der Förderverein der Schule leistete in der Vergangenheit u.a.:

– Ausrichtung des Martinszuges
– Finanzierung der Bewirtung für die Eltern der Schulneulinge bei der Einschulung
– Ausrichtung des Schulfestes
– finanzielle Hilfe bei Klassenfahrten für unterstützungsbedürftige Kinder
– Hilfe bei der Anschaffung von Lernmaterialien für unterstützungsbedürftige Kinder
– Erweiterung der Schülerbücherei
– Ausstattung der Küche
– Einrichtung des Computerraumes
– Finanzierung größerer und kleinerer Medien oder Projekte
– Finanzierung der Entlassgabe in den Klassen 4
– Schulhofgestaltung
– Einrichtung der Klassenräume
– Empfang der „neuen“ Eltern am Einschulungstag mit Unterstützung der Eltern der 2. Klassen

2.5.      Außerschulische Kooperation

  • Zusammenarbeit mit Kindergärten im Einzugsgebiet
    Wir befinden uns in einem intensiven Austausch mit den abgebenden Kindergärten in unserem Schuleinzugsgebiet. Dabei geht es vorrangig um den Übergang Kita/Schule. Wir besuchen die Kindergärten und laden die zukünftigen Erstklässler und ihre Eltern zu Hospitationen in die Schule ein.
  • Mit Schulen im Umkreis
    Die Schulleitungen der Kürtener Grundschulen tauschen sich regelmäßig über organisatorische und pädagogische Themen aus.
    Darüber hinaus treffen sich in einem Arbeitskreis zweimal jährlich die Vertretungen der Kindergärten, Grundschulen und Offenen Ganztagsschulen der Gemeinde Kürten.
  • Außerschulische Lernorte
    Zur Erziehungsarbeit unserer Schule gehört es, den Kindern Orientierungsmöglichkeiten in ihrer Umwelt und Lebenswirklichkeit zu geben. Die von der GGS Biesfeld besuchten außerschulischen Lernorte sind u.a.:
    – Angrenzender Wald
    – Kölner Zoo
    – Bauer Keller in Spitze (Kartoffelernte)
    – Umliegende Talsperren
    – Naturgut Ophoven
    – Freilichtmuseum Lindlar
    – Kölner Museen
    – Kölner Theater/Kinderoper
    – Altenberger Dom
    – Kölner Dom
    – Wochenmarkt
    – Kino
  • Kooperation mit außerschulischen Einrichtungen
    – Jährliche Zahnprophylaxe durch den zahnärztlichen Dienst Rhein. Berg.
    – Radfahrtraining mit Unterstützung der Polizei

3.   Lehren und Lernen

Die Lehrerinnen und Lehrer vermitteln den Kindern Schlüsselqualifikationen für ein lebenslanges Lernen. Die Formen des „Selbstständigen Lernens“ sind im Haus des Lernens dargestellt:

Schlüsselqualifikationen

3.1.      Schuleigener Lehrplan

Die GGS Biesfeld hat eigene schulinterne Arbeitspläne erstellt. Grundlage dafür sind die Richtlinien und Lehrpläne des Landes NRW. Bei der Auswahl und Anordnung der Inhalte wurde die Lebenswirklichkeit der Kinder berücksichtigt.

Die Lehrerinnen treffen in Jahrgangsstufenteams thematische Absprachen und bereiten Unterricht gemeinsam vor. So können die Lerninhalte in allen Jahrgängen auch bei Lehrerwechseln kontinuierlich bearbeitet werden. Die notwendigen Mindeststandards hinsichtlich der Grundfertigkeiten Lesen, Schreiben und Rechnen erreichen alle Kinder bis zum Ende des 4. Schuljahres. Weiterführende Inhalte und Methoden, die die Kinder im Rahmen der inneren Differenzierung bis an ihr individuelles Leistungsvermögen führen können, sind in den Lehrplänen ausgewiesen.

Alle Kinder erzielen durch das Methoden-, Kommunikations- und Teamtraining im Sinne von „Lernen lernen“ einen Zuwachs an Selbstkompetenz. Dadurch vermittelt der Unterricht Schlüsselqualifikationen, die heute im Schul- und Berufsleben gefordert werden und zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben befähigen.

3.2.      Leistungskonzept, Leistungsanforderungen und  Leistungsbewertungen

Die Lehrerkonferenz berät und beschließt verantwortungsvoll über Bewertungsrichtlinien, die sich an individuellen, sachlichen und sozialen Kriterien ausrichten.

Im Vordergrund soll vor allem die Förderung der Gesamtpersönlichkeit des Schülers, seiner Leistung und Anstrengungsbereitschaft stehen. Es ist Wert zu legen auf Ermutigung zum Lernen und auf Stärkung der Leistungsfähigkeit.

Grundlagen für die Leistungsbewertung bilden die Richtlinien und Lehrpläne des Landes Nordrhein-Westfalen. Im Laufe der Grundschulzeit vollzieht sich zunehmend eine Wandlung von der individuellen zur anforderungsbezogenen Bewertung. Schüler, die zieldifferent unterrichtet werden, werden durchgehend individuell bewertet.

Dabei sind folgende Aspekte wichtig:

  • Einheitliche Bewertungskriterien
    Die Lehrer eines jeden Jahrgangs tauschen sich regelmäßig aus und legen gemeinsame Bewertungskriterien fest.
  • Gewichtung der schriftlichen, mündlichen und sonstigen Leistungen
    Die schriftliche Leistung wird nach den fachspezifischen Kriterien bewertet. Bei den  mündlichen sowie sonstigen Leistungen werden sowohl qualitative als auch quantitative Aspekte berücksichtigt.
  • Transparenz
    Es findet ein regelmäßiger Austausch zwischen Lehrer und Schüler sowie Lehrer und Eltern über den Leistungsstand statt. Die Kriterien der Leistungsbewertung sind allen Beteiligten bekannt.
  • Ermutigung und Bestätigung
    Jeder Schüler soll generell Ermutigung und Bestätigung für seine Leistung erhalten. Deshalb werden Stärken benannt und Schwächen als Chance zur Verbesserung dargestellt.

Dabei sind in allen Fächern die Motivation, Anstrengungsbereitschaft, Arbeitshaltung und Ausdauer des Schülers grundlegende Voraussetzungen. Selbstständigkeit und Kritikfähigkeit finden ebenfalls Beachtung, werden aber im Bereich Arbeits- und Sozialverhalten beschrieben. Es wird berücksichtigt, ob ein Schüler die Fähigkeit besitzt, bereits Erlerntes auf neue Aufgabenstellungen und Situationen zu übertragen (Transfer), ob er Verbesserungsvorschläge umsetzen kann und damit verbunden ein individueller Lernzuwachs festzustellen ist.

Die Schulkonferenz hat aufgrund des Erlasses vom 28.06.2011 beschlossen, an unserer Schule  ab Klasse 4 Ziffernnoten zu erteilen. Bis dahin wird die Leistung der Schüler/innen in kompetenzorientierten Rasterzeugnissen dokumentiert.

Erreicht ein Schüler die „Grundlegenden Anforderungen“ (ca.65%) der maximal zu erreichenden Anforderungen wird dies mit der Note „Befriedigend“ bewertet. Das Erreichen von ca. 45% der maximal zu erreichenden Leistung stellt die Grenze zwischen der Note „Ausreichend“ und „Mangelhaft“ dar.

Genauere Ausführungen zur Leistungsbewertung in den einzelnen Fächern treffen die jeweiligen Fachkonferenzen. Diese Grundsätze der Leistungsbewertung werden in den Klassenpflegschaftsitzungen erläutert und können im Sekretariat eingesehen werden.

3.3.      Unterricht – Fachliche und didaktische Gestaltung

Inhalt und Anforderungsniveau des Unterrichts entsprechen dem Leistungsvermögen der Schülerinnen und Schüler. Wir bieten individuelle Fördermaßnahmen an, so dass jedes Kind die Mindeststandards erreichen kann. Leistungsstärkeren Schülerinnen und Schülern werden insbesondere im Rahmen der offenen Unterrichtsformen weiterführende Ziele und Inhalte angeboten. Die Unterrichtsgestaltung ist auf die Ziele und Inhalte abgestimmt. Tragfähige und leistungsorientierte Formen selbstständigen Arbeitens werden gesucht, ausprobiert, evaluiert und bei Erfolg übernommen. Medien und Arbeitsmittel sind schülernah gewählt.

Wir sind eine bewegungsfreudige Schule und sichern durch kindgemäße Bewegungs-, Spiel- und Sportangebote ganzheitliche Lernerfahrungen der Kinder und fördern deren Entwicklung nachhaltig.

Unter der Leitidee der bewegungsfreudigen Schule wird auch dort Bewegung in die Lernprozesse integriert, wo primär Sachzusammen-hänge anderer Fächer erschlossen werden sollen.

Feste Bestandteile des Unterrichts sind Bewegungsspiele/Bewegungs-pausen.

In der Pause stehen den Kindern verschiedene Spiel- und kleine Sportgeräte zur Verfügung.

Darüber hinaus besuchen wir außerschulische Sportstätten (Eishalle, Kletterhalle) und nehmen an verschiedenen außerschulischen Sport-veranstaltungen teil (Dorflauf, Mini-Basketball-Turnier).

Alljährlich findet auf dem Biesfelder Sportplatz ein Spiel- und Sportfest statt.

Durch aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen und veränderte Umweltbedingungen wird die Entwicklung der Kinder nachhaltig geprägt. Eingeschränkte Bewegungsmöglichkeiten, mangelnde Auseinandersetzung mit den altersgerechten Bedürfnissen der Kinder und veränderte Familienstrukturen und Reizüberflutungen, die vornehmlich durch Medien ausgelöst werden, beeinflussen den Alltag der Kinder.

Der Sportunterricht ermöglicht den Kindern, ihre Bewegungserfahrungen und ihre soziale Kompetenzen zu erweitern. Im Sinne einer ganzheitlichen Erziehung ist der Sportunterricht nicht nur auf motorische Bereiche beschränkt sondern fördert auch das soziale Miteinander und vermittelt Wertvorstellungen.

Da Bewegung ein grundlegendes Mittel zum gefühlsmäßigen Erleben, zur Verständigung, Einordnung des Einzelnen in die Gemeinschaft und Erkenntnisgewinn ist, möchten wir an unserer Schule den uns anvertrauten Kindern die notwendige Unterstützung geben, damit die festgestellten Mängel durch gezielte kindgemäße Bewegungsanlässe beseitigt werden und sich nicht in Schwächen verfestigen können.

Viele Mängel können durch gezielte Hilfestellungen im Rahmen des „normalen“ Sportunterrichts gemindert oder ausgeglichen werden.

Bei Wahrnehmungsauffälligkeiten und/oder Bewegungsein-schränkungen erscheint es uns sinnvoll, eine zusätzliche Bewegungsförderung für die Kinder der Schuleingangsstufe in kleinen Fördergruppen  anzubieten

Die Schülerinnen und Schüler gehen im 2. und im 4. Schuljahr schwimmen. Inhalte des Schwimmunterrichts sind die spielerische Wassergewöhnung und der Erwerb der verschiedenen Schwimm-techniken. Die Kinder erhalten die Möglichkeit, die verschiedenen Schwimmabzeichen zu erwerben.

An unserer Schule kommen im Unterricht verschiedene Medien zum Einsatz. Neben Sachbüchern, Schulbüchern, Nachschlagewerken, Filmen usw. hat auch der Computer seinen festen Platz im Unterrichtsalltag.

Jeder Klassenraum ist mit zwei bis drei PC-Arbeitsplätzen ausgestattet. Mindestens zwei sind an das Internet und an unseren Netzwerkdrucker angeschlossen. Hier recherchieren die Kinder im Internet oder arbeiten mit Lernprogrammen, welche thematisch in den Unterricht eingegliedert sind.

Im Bereich der Leseförderung verfügt z.B. jedes Kind über einen Benutzernamen und ein Passwort für das Leseprogramm „Antolin“ im Internet. Hier beantworten die Kinder Quizfragen zu ihren gelesenen Büchern.

Im Schreibunterricht „tippen“ die Kinder ihre selbstverfassten Texte am Computer, um sie z.B. zu veröffentlichen.

Im Mathematikunterricht arbeiten wir mit unterschiedlichen Lernprogrammen, z.B. zum Kopfrechnen, den schriftlichen Rechenverfahren oder Knobelaufgaben.

Für den Sachunterricht stehen uns viele Wissens-CD ROMs und natürlich das Internet für die Informationsbeschaffung zur Verfügung.

Viele Verlage bieten zu ihren Arbeitsheften die passende Lernsoftware an. Dieses Angebot wird von unseren Schülern und Schülerinnen eifrig genutzt.

Bei all diesen Tätigkeiten innerhalb des Unterrichts lernen die Kinder den Umgang mit dem Computer fast „en passant“ und bauen zahlreiche Kompetenzen auf. In der zeitweise stattfindenden Computer AG können sie diese Kenntnisse intensivieren. In dieser AG wurde mit Hilfe engagierter Eltern auch unsere Homepage www.ggs-biesfeld.de aufgebaut.

1.2.      Unterricht – Unterstützung eines aktiven Lernprozesses

Die Lehrerinnen der Schule nutzen viele Möglichkeiten unsere Schülerinnen und Schüler im aktiven und selbstständigen Lernen zu unterstützen. Dies wird im Konzept „Förderung des aktiven und selbstständigen Lernens“ ausführlich dargestellt. Wesentliche Merkmale dieses Konzepts sind:

Methoden und Arbeitstechniken für die Hand der Schülerinnen und Schüler werden systematisch und sukzessive eingeführt und regelmäßig genutzt.

Offene Unterrichtsformen werden sukzessive eingeführt und regelmäßig angeboten.

Jeder Klasse/jedem Jahrgang steht die notwendige Materialausstattung zur Verfügung.

Es finden regelmäßig Projektwochen für alle Klassen statt.

Methoden des kooperativen Lernens werden sukzessive eingeführt und regelmäßig angewandt.

Die Selbstständigkeit wird in allen Klassen durch ein Helfer- und Dienstesystem gestärkt.

Das ausführliche Konzept ist im Schulprogramm dokumentiert und kann auf Wunsch gerne eingesehen werden.

Ein wichtiges Anliegen unserer Schule ist es, den Kindern hilfreiche Arbeits- und Lerntechniken zu vermitteln. Dies geschieht über eine Vielfalt von eingesetzten Arbeits- und Sozialformen, deren Einführung bereits im 1. Schuljahr beginnt. Die Eltern werden über den Sinn des Wechsels und über den fortschreitenden Aufbau der verschiedenen Arbeits- und Sozialformen informiert.

Wir bemühen uns, in unserem Unterricht die visuellen, haptischen, auditiven und olfaktorischen  Lerntypen zu berücksichtigen. Lernen verstehen wir dabei als einen aktiven Prozess, dieser ist nur unter aktiver Beteiligung des Lernenden möglich. Er setzt sich denkend und handelnd mit dem Lerngegenstand auseinander. Für die Unterrichtenden bedeutet das, die geistige Aktivität der Lernenden zu provozieren bzw. anzuregen. Ferner bemühen sich die Lehrkräfte der GGS Biesfeld, neue Erfahrungen und Informationen an schon Vorhandenes anzuknüpfen. Je größer das Vorwissen, desto sicherer sind die Verknüpfungsmöglichkeiten. Weiter folgt die GGS Biesfeld dem Grundsatz, dass Lernen in sozialen und situativen Kontexten stattfindet.

Unsere Lernenden sind stets in soziale und situative Kontexte eingebunden. Lernen erfolgt somit nicht losgelöst. Der Kontext hat Einfluss auf den Lernerfolg. Wir bemühen uns in unserem Unterricht lernbiologischen Grundsätzen Folge zu leisten. Konkret bedeutet dies:

  • Zu Beginn das Vorwissen aktivieren (z.B. mit einer Mind Map)
  • Neue Informationen über verschiedene Wahrnehmungskanäle aufnehmen zu lassen (Wiederholung)
  • Beim Lernen die Kapazität des Kurzzeitgedächtnisses beachten (5-9 Objekte)
  • Lernperioden auf 10-40 Minuten begrenzen
  • Lernhemmungen durch Pausen zwischen den Lernperioden vermeiden
  • Beim eigenständigen Lernen verschiedene Stoffe aufeinander folgen lassen.
  • Wenn möglich auch Wahrnehmungskanal wechseln
  • Zur Verankerung im Gedächtnis Gelerntes 10 Minuten nach der Lernperiode erst mal wiederholen, danach jeweils nach einem Tag, einer Woche, einem Monat, einem Jahr.

Wir als Schule sehen unsere Aufgabe darin, der Individualität eines jeden Kindes besondere Aufmerksamkeit zu schenken und das Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit zu entwickeln und zu stärken. Unterschiede im Sozial- und Arbeitsverhalten wollen wir frühzeitig erkennen und dies als Ausgangspunkt für differenzierte Lernangebote nutzen. Durch systematisches Lernen versuchen wir bei unseren Grundschülern sprachliche Kompetenz, Toleranz und aufgeschlossenes soziales Verhalten zu entwickeln. Deshalb ist es unser Anliegen, in unserer Schule solche Bedingungen zu schaffen, die es Lehrern und Schülern ermöglichen, mit Freude neue Wege des Wissens zu beschreiben, selbstständig und kooperativ zu lernen und aktiv den Entwicklungsprozess zu gestalten. In den Unterricht der einzelnen Fächer fließen zunehmend offene Formen des Lernens ein, die neben dem Frontalunterricht einen zunehmend größeren Stellenwert bekommen, da sie die Individualität eines jeden Schülers besser berücksichtigen. Die Schüler erhalten die Möglichkeit, unterschiedliche Lernwege auszuprobieren und Eigenverantwortung für ihre erbrachte Leistung zu übernehmen.

Das Kollegium hat sich intensiv im Methodentraining nach Klippert ausbilden lassen und vermittelt den Kindern folgende Methoden:

Methodentraining nach Klippert

 

3.5.      Unterricht – Lernumgebung und Lernatmosphäre

Wir verstärken in unserer Schule das realitätsnahe, praxisorientierte Lernen:

  • jeder soll sich nach seinen Fähigkeiten optimal entwickeln
  • die Erlebnis- und Erfahrungswelt der Kinder ist eng verbunden mit dem schulischen Lernen
  • für das alltägliche Miteinander in der Schule haben wir Ordnungs- und Umgangsformen entwickelt
  • wir gewähren unseren Schülern Freiräume, die ihre Selbsttätigkeit und Selbstwirksamkeit ermöglichen
  • wir achten auf eine pädagogische Atmosphäre des Vertrauens, in der sich Pädagogen und Schüler angenommen fühlen.

Durch die Öffnung des Unterrichts bieten wir unseren Schülern vielfältige Formen und Methoden, um den Unterricht abwechslungsreich, interessant und auf die Bedürfnisse eines jeden einzelnen Kindes ausgerichtet zu gestalten. Um das „Lernen lernen“ bei unseren Schülern optimal zu fördern, setzen wir unser Augenmerk verstärkt auf offene Unterrichtsformen. Die Schüler lernen so einen Teil ihres Lernprozesses selbst zu bestimmen und verantwortlich in die Hand zu nehmen.

Sie haben die Freiheit zu entscheiden:

  • was und wie (inhaltlich und methodischer Aspekt)
  • mit wem ( sozialer Aspekt)
  • wie lange (zeitlicher Aspekt) sie arbeiten wollen

Unsere Schüler können dabei auf reichlich vorhandenes didaktisches und pädagogisches Material zurückgreifen. Dabei stellen wir fächerübergreifende Arbeitsmittel wie Nachschlagewerke, Bildmaterial, Texte der Kinder und elektronische Medien, Jugendliteratur, Lernspiele, fachspezifische Arbeitsmittel zur Verfügung. Um in den verschiedenen Formen des Offenen Unterrichts erfolgreich arbeiten zu können, werden die Schüler befähigt, Kenntnisse über Arbeitstechniken selbstständig anzuwenden.

3.6.      Individuelle Förderung und Unterstützung

Die Lehrerinnen und Lehrer der Schule haben vielfältige Möglichkeiten der individuellen Förderung unserer Schülerinnen und Schüler der GGS Biesfeld entwickelt. Dies ist im Konzept „Individuelle Förderung“ ausführlich dargestellt. Wesentliche Merkmale dieses Konzeptes sind:

  • Ausführliche Diagnostik der Schulneulinge
  • Individualisierter Unterricht beim Lese-Schreiblehrgang und der Entwicklung des Zahlenverständnisses
  • Äußere und innere Differenzierung zur Förderung von Stärken und Schwächen
  • Förderung von basalen Kompetenzen insbesondere in Klasse 1
  • Förderung der Fachkompetenzen mittels vielfältiger Materialien und Hilfsangeboten
  • Differenzierung im Unterricht nach Quantität und Qualität der Anforderungen
  • Förderung der sozialen Kompetenz durch Nutzung von Helfersystemen in jeder Klasse
  • Ausstattung aller Klassen mit den notwendigen Fördermaterialien
  • Förderanregungen für Schüler und Eltern für die häusliche Förderung
  • Dokumentation der Lernentwicklung aller Schüler

Das ausführliche Konzept ist im Schulprogramm Teil II dokumentiert und kann auf Wunsch gerne eingesehen werden.

3.7. Offener Ganztag

Die Gemeinschaftsgrundschule Biesfeld ist seit dem Schuljahr 2005/06 eine Offene Ganztagsgrundschule.

Ab 11.30 Uhr steht den Kindern das außerunterrichtliche Angebot (im Weiteren AUA genannt) zur Verfügung. Montags bis donnerstags findet die Betreuung bis 16.30 Uhr statt und freitags bis 15.00 Uhr. An beweglichen Ferientagen und in den Schulferien beginnt die Betreuung bereits um 7.30 Uhr. Das AUA bleibt lediglich während der Sommerferien drei Wochen lang geschlossen.

Das Team des außerunterrichtlichen Angebotes besteht aus einer Sozialpädagogin (Leitung) und zwei Erzieherinnen. Weiterhin arbeiten zwei hauswirtschaftliche Kräfte, drei Hausaufgabenbetreuerinnen und eine Honorarkraft im AUA. Für die AG-Angebote sind zudem externe Übungsleiter engagiert.

Die Angebote der OGS sind:

  • qualifizierte Hausaufgabenbetreuung (mit Lehrerstunden und spezieller Förderung insbesondere leistungsschwächerer Kinder)
  • ein frisch zubereitetes ausgewogenes und gesundes Mittagessen
  • verschiedene AG-Angebote

(Das AG-Angebot orientiert sich an den Interessen und Wünschen der Kinder und Eltern und wird flexibel gestaltet. Zurzeit umfasst das Angebot zwei Sport-AGs, eine Experimente-AG, eine Musical-AG, eine Holzwerkstatt, eine Naturwerkstatt und zwei Kreativangebote.)

  • Betreuung während des Freispiels
  • Elternarbeit
  • Kooperation zwischen Lehrerinnen, Erzieherinnen, Eltern und Trägern der Jugendhilfe

Die OGS Biesfeld bietet 50 Ganztagsplätze an. Das Essensgeld beträgt 40 Euro pro Monat. Für Eltern, die Probleme haben diesen Beitrag zu leisten, besteht die Möglichkeit Unterstützung bei der Gemeinde zu beantragen. Nähere Infos dazu gibt es bei der Gemeinde oder der Schule.

Der Beitrag für das Angebot der OGS ist nach Einkommen gestaffelt und sieht folgendermaßen aus:

bis 20.000 € Jahresgehalt: beitragsfrei
bis 25.000 € Jahresgehalt: 25,00 €
bis 30.000 € Jahresgehalt: 40,00 €
bis 35.000 € Jahresgehalt: 55,00 €
bis 40.000 € Jahresgehalt: 70,00 €
bis 45.000 € Jahresgehalt: 85,00 €
bis 50.000 € Jahresgehalt: 100,00 €
bis 55.000 € Jahresgehalt: 115,00 €
bis 60.000 € Jahresgehalt: 130,00 €
bis 65.000 € Jahresgehalt: 140,00 €
ab 70.000 € Jahresgehalt: 150,00 €

Das erste Geschwisterkind zahlt die Hälfte des maßgeblichen Elternbeitrages, jedes weitere Geschwisterkind ist beitragsfrei.

Anmeldungsformulare für die OGS erhält man im Sekretariat der Schule oder direkt bei den Mitarbeitern des AUA.

Telefonisch sind wir unter der Nummer 02207/847580 täglich zwischen 10.30h und 16.00h zu erreichen.

3.8.      Beratung an der Schule

Beratung ist ein wesentlicher Bestandteil der Zusammenarbeit zwischen Eltern und Schule. Sie umfasst neben der Beratungspflicht durch die Lehrkräfte auch eine Holpflicht der Eltern, wenn diese eine entsprechende Beratung anfordern möchten. Deswegen sind außerplanmäßige Beratungen jederzeit nach Terminabsprache möglich.

Beratungsanlässe sind:

– Schulfähigkeit
– Lernstandsentwicklung
– Lernschwierigkeiten
– Verhaltensprobleme
– Schullaufbahn

Im Folgenden führen wir die regelmäßig wiederkehrenden Beratungstermine auf:

Beratungen

Unsere Beratungsgrundsätze sind:

  • Beratung ist ein unverbindliches Aufzeigen von Möglichkeiten. Die Verantwortung für die weitere Entwicklung und die Annahme der Ratschläge liegt am Ende bei dem Beratenen; Beratung setzt Kooperationsbereitschaft voraus.
  • Beratung erfolgt vertraulich, die beratende Lehrkraft unterliegt der Schweigepflicht.
  • Das gemeinsame Ziel ist das Wohl des Kindes.

 

Für alle Beratungssituationen gilt, dass es für die Lehrkräfte der Grundschule Grenzen der Beratung gibt und in bestimmten Bereichen die fachlichen Kompetenzen nicht mehr ausreichen. Zu diesem Zeitpunkt verweisen wir auf weitergehende Beratungsinstanzen. Diese sind z.B.:

  • Heilpädagogische Ambulanz „Gute Hand“
  • Schulpsychologischer Dienst
  • Erziehungsberatungsstellen (z.B. Erziehungs- und Familienberatung in Bergisch Gladbach)
  • Jugendamt
  • Sozialpädiatrisches Zentrum, Köln

Beratung des Kollegiums

Eine weitere Zielgruppe der Beratung ist das Kollegium an unserer Schule. In diesem Bereich setzen wir folgende Schwerpunkte:

  • Kollegiale Beratung bei Problemen mit Schülerinnen und Schülern
  • Kollegiale Beratung bezüglich Unterrichtsplanung (z.B. im Jahrgang)
  • Kollegiale Beratung bei Problemen mit Eltern
  • Kollegiale Beratung durch eine Lehrkraft der Förderschule auf der Grundlage von Unterrichtshospitationen
  • Beratung durch die Schulleitung in Bezug auf Unterricht und den Umgang mit Schülerinnen und Eltern
  • Fortbildungen des Kollegiums

Auch hier kooperieren wir bei Bedarf mit externen Einrichtungen:

  • Schulpsychologischer Dienst
  • Erziehungs- und Familienberatung
  • Schulamt
  • Jugendamt
  • andere Regelschulen
  • Kompetenzzentren/Förderschulen
  • Familienzentren/Kindertagesstätten

Kooperationsverträge bestehen zur Zeit mit dem Kompetenzzentrum Wilhelm Wagner Schule in Bergisch Gladbach – Refrath, dem Kompetenzzentrum „Gute Hand“ in Kürten-Biesfeld, dem Familienzentrum „Kreisel“ in Kürten und dem Familienzentrum „Gute Hand“ in Kürten-Biesfeld. 

3.9.      Religiöse Elemente des Schullebens

Wir erteilen den Religionsunterricht in den Jahrgangsstufen 1 und  2 ökumenisch mit zwei Wochenstunden. In den Klassen 3 und 4 bekommen die Schüler konfessionsgebundenen Religionsunterricht. Darüber hinaus besuchen die Kinder der Klassen 2 bis 4 jeden Dienstagmorgen den Schulgottesdienst, der vier- bis sechsmal ökumenisch ist. Der Einschulungsgottesdienst wird in der katholischen Kirche ökumenisch gefeiert und der Abschiedsgottesdienst in der evangelischen Kirche.

Zu unserer Tradition gehört es auch, St. Martin, Nikolaus und die Adventszeit zu feiern. 

4.           Führung und Schulmanagement

4.1.      Unterrichtsorganisation

Die Schule organisiert den Unterricht gemäß dem Schulgesetz des Landes NRW. An der GGs Biesfeld werden die Klassen 1 und 2 im Rahmen der Schuleingangsphase jahrgangsbezogen unterrichtet mit der Möglichkeit der individuellen Verweildauer von ein bis drei Jahren. In der Schuleingangsphase werden die Schüler mit den Grundlagen ausgestattet, die die gesamte Schullaufbahn beeinflussen. Aus diesem Grund hat die GGS Biesfeld in einem eigenen Konzept zur Gestaltung der Schuleingangsphase die notwendigen Maßnahmen und deren Umsetzung festgelegt. Es beinhaltet neben der Einschulungsdiagnostik, die Elternarbeit im Vorfeld der Einschulung, die Sicherstellung eines individualisierten Anfangsunterrichts und die Ritualisierung des Schulalltags. Dieses Konzept kann wie alle anderen gerne im Detail eingesehen werden.

Um den Lern- und Arbeitsprozessen Gelegenheit für die Entwicklung eines eigenen Rhythmus zu geben, wird nach Möglichkeit in der ersten und zweiten sowie in der dritten und vierten Stunde in Unterrichtsblöcken gearbeitet.

Neben der individuellen Förderung und Forderung in innerer Differenzierung findet Förderung und Forderung auch in äußerer Differenzierung statt. Formen hierfür sind:

  • Stammgruppen, in denen in Klasse 1+2 fehlende basale Kompetenzen klassenübergreifend gefördert werden.
  • Fördergruppen, in denen fachspezifische Kompetenzen klassenübergreifend gefördert werden.

Die GGS Biesfeld vermeidet im Rahmen des gültigen Vertretungskonzeptes Unterrichtsausfall. Vertretungsunterricht wird in der Regel von Lehrerinnen des Jahrgangsstufenteams übernommen, um die Kontinuität der Lernprozesse zu gewährleisten.

Das jeweilige Jahrgangsteam informiert im Vertretungsfall jahrgangsfremde Lehrkräfte über die aktuellen Lerninhalte. In Ausnahmefällen leisten die Lehrerinnen und Lehrer für einen beschränkten Zeitraum auch Mehrarbeit

Bei längerfristiger Erkrankung einer Lehrperson nutzt die Schule die Möglichkeit eine Ersatzkraft aus dem Vertretungspool des Schulamtes einzusetzen.

4.2.      Schulleitung

Die Schulleitung nimmt die Führungsverantwortung wahr. Die Schulleitung erarbeitet in Kooperation mit der Steuergruppe Zielvorstellungen für die Entwicklung der Schule, insbesondere für die Unterrichtsentwicklung. Die Umsetzung wird mit allen beteiligten erarbeitet, realisiert und nach Terminplan in ihrer Wirksamkeit überprüft (evaluiert).

Die Schulleitung beteiligt die zuständigen Gremien bei der Festsetzung und Verteilung der personellen, materiellen und finanziellen Ressourcen. Zielgerichtetheit und Effizienz im Sinne des vereinbarten Schulentwicklungsprozesses sind dabei die Entscheidungskriterien.

5.           Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung

Die Qualitätsentwicklung aller Bereiche vollzieht sich im Rahmen des gesamten Schulentwicklungsprozesses. Die GGS Biesfeld versteht sich als „lernendes System“, das kontinuierlich daran arbeitet, die einzelnen Qualitätsbereiche zu optimieren:

  • Unterrichtsentwicklung
  • Personalentwicklung
  • Organisationsentwicklung

Das Leitziel der GGS Biesfeld „Gemeinsam leben und lernen“ ist  dabei Orientierungspunkt für die pädagogische Arbeit.

Innerhalb des „lernenden Systems“ werden vorrangig Lehrerfortbildungsmaßnahmen wahrgenommen, die dem Leitziel und den daraus entwickelten, aktuellen Zielen der Schulentwicklung entsprechen. Darüber hinaus besuchen die Lehrerinnen und Lehrer individuelle Fortbildungen.

Steuergruppe:

Die Steuergruppe besteht aus vier Kolleginnen. Sie tagt in regelmäßigen Abständen, mindestens zweimal im Quartal. Inhalt der Sitzungen sind aktuelle pädagogische Themen und die Vorbereitung und Nachbereitung der Lehrerkonferenzen.

Fachkonferenzen:

Für die Fächer Deutsch, Mathematik und Sachunterricht finden sich jeweils zwei bis drei Kolleginnen zusammen, um je eine Fachkonferenz zu einem von der Lehrerkonferenz abgestimmten Thema zu planen und durchzuführen. Dazu besuchen die Kolleginnen die entsprechend angebotenen Fortbildungen.

VERA :

Die VERA-Ergebnisse werden in der Lehrerkonferenz vorgestellt und diskutiert. Die daraus folgenden Konsequenzen fließen in den Unterricht der betroffenen Klassen ein und setzen Unterrichtsschwerpunkte für die nachfolgenden Klassen.

6.           Anhang

Schulordnung (Regeln)

In Zusammenarbeit von Schüler/innen und Lehrer/innen wurden folgende Regeln erarbeitet:

Allgemeine Grundsätze:

  • Ich gehe freundlich und höflich mit allen Menschen um, die mit mir in der Schule zusammen sind.
  • Meinen Streit kläre ich mit Worten. Dabei können uns die Streitschlichter und / oder Lehrer und Lehrerinnen helfen. 

Regeln für den Schulbeginn:

  • Die Schule ist für alle Schüler ab 7.30 Uhr offen.
  • Morgens warte ich bis 8.00 Uhr im Flur.
  • Ab 8.00 Uhr gehe ich in die Klasse und beschäftige mich dort ruhig.

Regeln für die Pause auf dem Schulhof:

  • Ich bleibe auf dem Schulhof, bis die Pause zu Ende ist.
  • Ich lasse andere Kinder in Ruhe spielen.
  • Ich werfe meinen Müll in den Mülleimer.
  • Ich achte auf Pflanzen und klettere nicht auf Bäume.
  • Höchstens 4 Kinder schaukeln zusammen.
  • Nur 2 Kinder dürfen in der Schaukel stehen.
  • Ich warte an der Seite hinter den Balken.
  • Ich räume mein Pausenspielzeug nach dem Spiel selbst weg.

Regeln für den Schulschluss:

  • Nach dem Unterricht verlasse ich die Klasse erst, nachdem ich aufgeräumt habe.
  • Der Lehrer der letzten Unterrichtsstunde schließt den Klassenraum ab.

Klassenregeln:

In jeder Klasse wird ein gemeinsamer Regelkatalog erarbeitet, erprobt, hinterfragt und von Zeit zu Zeit aktualisiert.

Die Kinder sollen die Verbindlichkeit der Regeln und die gemeinsamen Vereinbarungen achten.

Aufgaben einer jeden Lehrerin im Streitfall sind:

  • zuhören (und nur wo nötig zur Klärung beitragen).
  • Konflikte benennen lassen.
  • Lösungen gemeinsam suchen.
  • Streitschlichter aufsuchen.
  • Möglichkeiten zum Gespräch außerhalb des Unterrichts geben.
  • Vereinbarungen zur Lösung von Konflikten anregen bzw. treffen.
  • Gespräche mit den Eltern führen und verbindliche Absprachen treffen.
  • Klassenkonferenzen einberufen.
  • Lösungen mit dem Schüler/der Schülerin, dem Klassenlehrer/der Klassenlehrerin, dem Fachlehrer/der Fachlehrerin, dem Elternvertreter/ den betroffenen Eltern erarbeiten